Biogaspotenzial des Landes Brandenburg

Sybille Brozio, Daniela Müller, Hans-Peter Piorr

Abstract


Seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) steigt nicht nur die Zahl der Biogasanlagen in Deutschland stark an, sondern auch die Höhe der installierten Leistung je Standort bei den neu beantragten und gebauten Anlagen. Dabei wächst die Konkurrenz um die Rohstoffe zwischen Nahrungs-und Futtermittelindustrie auf der einen Seite und der Bioenergieerzeugung auf der anderen Seite. Dies ist der Hintergrund der vorliegenden Studie, in der das Biogaspotenzial des Bundeslandes Brandenburg unter Zugrundelegung von Richtlinien der „Nachhaltigen Agrarwirtschaft“ und der „Guten fachlichen Praxis“ ermittelt wird. Das Biogaspotenzial ermittelt sich aus der verfügbaren Menge an Silagen und Gülle. Zur Abschätzung der jährlichen Potenziale aus dem Ackerbau kommt ein Biomasse-Ertragsmodell zum Einsatz. In die Untersuchungen gehen Winterroggen und Silomais ein, da diese Feldfrüchte in brandenburgischen Biogasanlagen am häufigsten verwendet werden. Die Ergebnisse sind auf der räumlichen Ebene der Gemeinden verfügbar. Das Potenzial aus der Tierproduktion wird aus Daten der Agrarstatistik erzeugt und auf Landkreisebene berechnet. Insgesamt ergibt sich für Brandenburg ein Potenzial von 157 MW installierter elektrischer Leistung. Bei einer durchschnittlichen Größe von 300 kWel entspräche dies mindestens 523 Anlagen bzw. 314 Anlagen bei durchschnittlich 500 kWel. Das Ergebnis der Studie bildet die Grundlage für logistische und regionalplanerische Entscheidungen.


Volltext: PDF PDF (English)

Urheberrecht Artikel: Bei den Autoren.
Verwertungsrechte Artikel
: ATB, Potsdam; Landwirtschaftsverlag, Münster; KTBL, Darmstadt
Eigentum Digitalisate: Universität Hohenheim, Stuttgart