Körperhaltungsanalyse während der visuellen Qualitätskontrolle von Obst und Gemüse an Fließbändern mit unterschiedlichen Transportgeschwindigkeiten und –richtungen

Martina Jakob, Martin Geyer

Abstract


Die optische Qualitätskontrolle von Obst und Gemüse ist eine vielfältige und anspruchsvolle Arbeitsaufgabe. Eines der wesentlichen Kriterien ist die Zuverlässigkeit, um innerhalb der Verfahrenskette nachhaltig den Qualitätsstandards gerecht zu werden. Für gewöhnlich ist die Qualitätskontrolle in die maschinelle Aufbereitung eingebettet. In sehr traditioneller Weise werden die Produkte auf Förderbändern an der Arbeitskraft vorbeigeführt und von ihr begutachtet. Die Anforderungen an die Arbeitskraft sind hoch und sie ist stark an den Takt der Maschinen gebunden. Häufig entstehen hier konstruktive Engpässe, da die Maschinenleistungen im Zuge der Technisierung stark gesteigert wurden, die menschliche Sortierleistung jedoch nur über die Anzahl der Arbeitskräfte zu erhöhen ist. Basierend auf Hinweisen aus der Literatur wurden konstruktive Veränderungen des Sortierarbeitsplatzes untersucht. Hierfür wurden drei unterschiedliche Materialtransportrichtungen bei drei Geschwindigkeiten bewegungsanalytisch untersucht. Die Ergebnisse zeigten einen starken Einfluss der Transportrichtung auf den Bewegungsaufwand. Am günstigsten bewertet wurde die Transportrichtung von vorne auf die Arbeitskraft zu. Im Vergleich hierzu betrug der Bewegungsaufwand bei gleicher Aufgabenstellung für die Transportvariante von rechts nach links mehr als das Doppelte. Auch die Körperhaltungsanalysen sprachen für die technisch aufwändigere Variante der Produktzuführung von vorne.


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