Agrartechnische Forschung //440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/ATF <p>Erschienen 1995 bis 2007 im Landwirtschaftsverlag, Münster und im KTBL, Darmstadt (ISSN 0948-7298)</p><p> </p> de-DE hw.griepentrog@uni-hohenheim.de (Hans W. Griepentrog) h.floto@uni-hohenheim.de (Helga Floto) Mi, 08 Jul 2015 14:24:46 +0200 OJS 3.2.1.0 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss 60 Datenerfassung im Precision Livestock Farming für eine verbesserte Kälberaufzucht //440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/ATF/article/view/8311 <p>Durch die Vernetzung elektronischer Steuerungssysteme werden neue Möglichkeiten für das tierindividuelle Kälbermanagement eröffnet. Die verschiedenen Systeme werden dabei als automatisierte Systeme oder als Vollautomaten aufgebaut, um den Arbeitsaufwand zu reduzieren. In dieser Veröffentlichung wird der Aufbau des zu Grunde liegenden Versuchs beschrieben und erste Ergebnisse in Verbindung mit einer statistischen Auswertung der Fütterungsdaten dargestellt. Dabei werden Aufnahmemengen von Wasser und Trockensubstanz der Kälber in Abhängigkeit des Alters aufgezeigt. Die Ergebnisse bestätigen die Notwendigkeit einer tierindividuellen Anpassung des Tränkregimes. Alle bekannten Au-toren beziehen sich diesbezüglich entweder auf die Trinkwasser-, Kraftfutter-, Grundfutteraufnahme oder das Tiergewicht, aber nicht auf eine Kombination dieser Daten. Der Einsatz einer automatischen, vernetzten Fütterungstechnik hat in vielerlei Hinsicht ökonomische Vorteile und bietet eine umfassende Entscheidungshilfe für das Management.</p> Viktoria Spreng, Markus Ehrl, Martin Bachmaier, Hermann Auernhammer Copyright (c) //440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/ATF/article/view/8311 Arbeitszeitaufwand in Bayerischen Pilotbetrieben für artgerechte Tierhaltung //440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/ATF/article/view/8312 <p>Mit einer Arbeitszeitstudie in 34 Pilotbetrieben werden Basisdaten für verschiedene Betriebszweige ermittelt und ein ?oeberblick über die Situation der Arbeitswirtschaft in den bayerischen Tierhaltungsbetrieben gegeben, um das Niveau auf nationaler und internationaler Ebene einordnen zu können. Zur Erfassung des Arbeitszeitaufwands in allen Betrieben wurde die Methode der Zeitermittlung über ein Arbeitstagebuch, das jeder Landwirt über 16 Wochen zu führen hatte, gewählt. Die Arbeitszeit sollte nach Arbeitsvorgängen und -teilvorgängen aufgezeichnet werden. Die in fünf Stufen bewertete Qualität der Auf-zeichnungen ergab für 7 Betriebe ?EURzmangelhaft?EURoe oder ?EURzunbrauchbar?EURoe. Von den restlichen Betrieben liegen zu-verlässige Arbeitszeitdaten vor. Für die 12 Milchviehbetriebe mit Bestandsgrößen von 18-99 Kühen wurde ein Arbeitszeitaufwand von 42 bis 114 APh pro Kuh und Jahr ermittelt. Melken, Füttern, Jungviehversorgung und Management besitzen in dieser Reihenfolge die höchsten Anteile. Nur 5 Betriebe liegen nicht an der Grenze zur vollständigen Auslastung der vorhandenen Arbeitskapazitäten. Für die drei nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus wirtschaftenden Mutterkuhbetriebe wurde mit 16-27 APh pro Kuh und Jahr ein für die vorhandenen Bestandsgrößen (20-52 Kühe) typisches Ergebnis erzielt. Im Bereich der Schweinehaltung wirkte sich die ökologische Wirtschaftsweise ganz erheblich auf den Arbeitszeitaufwand der Betriebe aus. Drei Bio-Betriebe mit Zuchtsauenhaltung benötigten zwischen 22 und 35 APh pro Sau und Jahr, während die vier konventionellen Betriebe zwischen 10 und 14 APh pro Sau und Jahr lagen. Auch in der Mastschweinehaltung weicht ein Bio-Betrieb mit 3,7 APh pro Mastplatz und Jahr erheblich von den drei konventionellen Betrieben (0,6?EUR?1,1 APh/Mastplatz und Jahr) ab. Für die Schweinehaltung lag der Anteil des Arbeitszeitaufwands an der vorhandenen Arbeitskapazität innerhalb einer sehr breiten Spanne von 4 und 98 %. Maßgeblichen Einfluss übt der Produktionsumfang des Betriebszweigs und die Auslastung der Stallplätze nach dem Neubau aus. Drei Legehennenhalter wiesen mit zu-nehmender Bestandsgröße von 500 bis 3.000 Stallplätzen einen abnehmenden Arbeitszeitaufwand pro Huhn und Jahr auf. Dabei betrug die Auslastung der vorhandenen Arbeitskapazität nur etwa 15 bis 30 %.</p> Bernhard Haidn, Thomas Schleicher, Juliana Mačuhová Copyright (c) //440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/ATF/article/view/8312 Arbeitsunfälle in der schwedischen Landwirtschaft //440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/ATF/article/view/8313 <p>An der schwedischen landwirtschaftlichen Fakultät wurde in Zusammenarbeit mit Statistics Sweden eine Unter-suchung aller Unfälle im Bereich der schwedischen Land- und Forstwirtschaft des Jahres 2004 durchgeführt. Das Ziel war es, weitergehende Kenntnisse über Unfall-ursache und ?EUR?ausmaß zu erhalten, um eine Grundlage für Präventivmaßnahmen in der Landwirtschaft zu schaffen. Die Untersuchung wurde durch die Swedish Farmers?EUR(TM) Foundation for Agricultural Research finanziert. Im Jahr 2004 gab es in Schweden 67.000 Landwirtschaftsbetriebe. 7.000 Fragebögen mit jeweils 14 Fragen wurden an eine Auswahl reiner Landwirtschaftsbetriebe und land- und forstwirtschaftliche Mischbetriebe versandt. Die Hauptfrage war, ob sich irgendein Unfall im Jahr 2004 im Betrieb ereignet hatte. Die Betriebe, die Unfälle meldeten, wurden daraufhin telefonisch über Einzelheiten des Unfalls befragt. Der Rücklauf an beantworteten Fragebögen lag bei 5.646 (81 %). Etwa 5.000 Unfälle mit Körperverletzung und Arbeitsbehinderung ereigneten sich 2004 in landwirtschaftlichen Betrieben. Davon waren etwa 74 % reinen Landwirtschaftsbetrieben und 18 % land- und forstwirtschaftlichen Mischbetrieben zuzuordnen. In der offiziellen Unfallstatistik waren dagegen nur etwa 400 Unfälle verzeichnet. Das heißt, dass nur 8 % der Körperverletzungen registriert worden waren. Insgesamt ereignete sich mindestens ein Unfall bei 7 % aller landwirtschaftlichen Betriebe. Etwa 70 % der betroffenen Betriebe sind der Tierproduktion zuzuordnen. 15 % aller Milchproduktionsanlagen wiesen 2004 mindestens einen Unfall auf. Zur Reduzierung der Unfallzahlen in der Landwirtschaft müssen wirksame Maßnahmen umgesetzt werden.</p> Stefan Pinzke, Peter Lundqvist Copyright (c) //440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/ATF/article/view/8313 Prozesszeiten in logistischen Ketten - neue Vorschläge zur Gliederung, Erfassung und Verwendung //440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/ATF/article/view/8314 <p>Zeitmessungen an Ernteprozessketten erfordern, mehr noch als bei der Zeitanalyse an Einzelmaschinen, eine allgemein anerkannte, praktikable Struktur der Arbeitszeitgliederung. Der Beitrag enthält entsprechende Vorschläge. Zur Diskussion gestellt wird ferner ein Prozessdatenerfassungssystem, das auf Basis automatisch gewonnener Daten unter anderem eine Schwachstellenanalyse und eine Arbeitszeitdokumentation erlaubt.</p> Johannes Sonnen, Jürgen Hahn Copyright (c) //440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/ATF/article/view/8314 Bewertung der Verletzungsgefahr für die Muskulatur und das Skelett bei Forstarbeiten //440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/ATF/article/view/8318 Im Forst werden bei schlechten Umweltverhältnissen, schwere und gefährliche Werkzeuge und Maschinen wie z.B. Kettensägen eingesetzt. Unter solchen Umständen sind die Arbeiter auf unterschiedliche Weise gefährdet: Verletzungen, Lärm, Hand-Arm- und Ganzkörper-Schwingungen, Staub, Rückenschmerzen, Belastung durch Handarbeiten usw. Ein sehr ermüdender Teil sind schwere Handarbeiten, die eine der Ursachen von Schädigungen des Muskel/Skelett (MSS)-Bereichs ist. Diese Krankheitserscheinungen nehmen mit den von Kettensägen, Schleppern, Miniladern und anderen Maschinenausrüstungen verursachten Schwingungen zu. Tatsächlich wurden sowohl ?EURzWhole Body Vibration?EURoe (WBV) als auch ?EURzHand Arm Vibration?EURoe (HAV) als sehr bedeutende Gefährdungsfaktoren ermittelt, die einer strengen Kontrolle unterliegen müssen. In unserer Arbeit untersuchen wir zwei verschiedene Gruppen von Forstarbeiten. Dabei wird die Gefährdung des MSS unter Anwendung des ?EURzOvako Working-posture Analysis Systems?EURoe (OWAS) und der Richtlinie 2002/44/EC zur Erfassung der Schwingungsbelastung ermittelt. Die unterschiedliche Arbeitsorganisation hat uns im ersten Forstbetrieb gezwungen, nur das Baumfällen mit Kettensägen und Handarbeiten zu analysieren; dagegen konnten im zweiten Betrieb das mechanische Baumfällen und die Baum-stapelung auch mit Einsatz von Schleppern und Ladern betrachtet werden. Fünf typische Forstarbeiten wurden betrachtet und hinsichtlich aller Gefährdungspotenziale bewertet. Das Ergebnis bestätigt, dass der OWAS-Index und die Schwingungsbelastung recht hoch waren. Somit herrschen bei den Forstarbeiten sehr kritische Arbeitsbedingungen. Angela Calvo Copyright (c) //440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/ATF/article/view/8318 Körperhaltungsanalyse während der visuellen Qualitätskontrolle von Obst und Gemüse an Fließbändern mit unterschiedlichen Transportgeschwindigkeiten und ?EUR?richtungen //440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/ATF/article/view/8317 <p>Die optische Qualitätskontrolle von Obst und Gemüse ist eine vielfältige und anspruchsvolle Arbeitsaufgabe. Eines der wesentlichen Kriterien ist die Zuverlässigkeit, um innerhalb der Verfahrenskette nachhaltig den Qualitätsstandards gerecht zu werden. Für gewöhnlich ist die Qualitätskontrolle in die maschinelle Aufbereitung eingebettet. In sehr traditioneller Weise werden die Produkte auf Förderbändern an der Arbeitskraft vorbeigeführt und von ihr begutachtet. Die Anforderungen an die Arbeitskraft sind hoch und sie ist stark an den Takt der Maschinen gebunden. Häufig entstehen hier konstruktive Engpässe, da die Maschinenleistungen im Zuge der Technisierung stark gesteigert wurden, die menschliche Sortierleistung jedoch nur über die Anzahl der Arbeitskräfte zu erhöhen ist. Basierend auf Hinweisen aus der Literatur wurden konstruktive Veränderungen des Sortierarbeitsplatzes untersucht. Hierfür wurden drei unterschiedliche Materialtransportrichtungen bei drei Geschwindigkeiten bewegungsanalytisch untersucht. Die Ergebnisse zeigten einen starken Einfluss der Transportrichtung auf den Bewegungsaufwand. Am günstigsten bewertet wurde die Transportrichtung von vorne auf die Arbeitskraft zu. Im Vergleich hierzu betrug der Bewegungsaufwand bei gleicher Aufgabenstellung für die Transportvariante von rechts nach links mehr als das Doppelte. Auch die Körperhaltungsanalysen sprachen für die technisch aufwändigere Variante der Produktzuführung von vorne.</p> Martina Jakob, Martin Geyer Copyright (c) //440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/ATF/article/view/8317