Bewertung der Verletzungsgefahr für die Muskulatur und das Skelett bei Forstarbeiten

Angela Calvo

Abstract


Im Forst werden bei schlechten Umweltverhältnissen, schwere und gefährliche Werkzeuge und Maschinen wie z.B. Kettensägen eingesetzt. Unter solchen Umständen sind die Arbeiter auf unterschiedliche Weise gefährdet: Verletzungen, Lärm, Hand-Arm- und Ganzkörper-Schwingungen, Staub, Rückenschmerzen, Belastung durch Handarbeiten usw. Ein sehr ermüdender Teil sind schwere Handarbeiten, die eine der Ursachen von Schädigungen des Muskel/Skelett (MSS)-Bereichs ist. Diese Krankheitserscheinungen nehmen mit den von Kettensägen, Schleppern, Miniladern und anderen Maschinenausrüstungen verursachten Schwingungen zu. Tatsächlich wurden sowohl „Whole Body Vibration“ (WBV) als auch „Hand Arm Vibration“ (HAV) als sehr bedeutende Gefährdungsfaktoren ermittelt, die einer strengen Kontrolle unterliegen müssen. In unserer Arbeit untersuchen wir zwei verschiedene Gruppen von Forstarbeiten. Dabei wird die Gefährdung des MSS unter Anwendung des „Ovako Working-posture Analysis Systems“ (OWAS) und der Richtlinie 2002/44/EC zur Erfassung der Schwingungsbelastung ermittelt. Die unterschiedliche Arbeitsorganisation hat uns im ersten Forstbetrieb gezwungen, nur das Baumfällen mit Kettensägen und Handarbeiten zu analysieren; dagegen konnten im zweiten Betrieb das mechanische Baumfällen und die Baum-stapelung auch mit Einsatz von Schleppern und Ladern betrachtet werden. Fünf typische Forstarbeiten wurden betrachtet und hinsichtlich aller Gefährdungspotenziale bewertet. Das Ergebnis bestätigt, dass der OWAS-Index und die Schwingungsbelastung recht hoch waren. Somit herrschen bei den Forstarbeiten sehr kritische Arbeitsbedingungen.

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